Ob Brillant-, Oval-, Tropfen-, Smaragd- oder Herzschliff, alle Schliffarten sind dem optischen Gesetz ausgeliefert und müssen nach bestimmten mathematischen Richtwerten geschliffen werden. Bei Allen ist das gleiche Ziel vorgesehen, optimale Brillanz und Totalreflexion des Lichtes. Modische Trends beeinflussen allerdings, welche Schliffarten in den Vordergrund treten.

Bei der Schliffgraduierung von Fantasieschliffen sind die Anforderungen nicht so streng wie bei einem Brillantschliff. Fantasieschliffe unterliegen nicht einer festen Anordnung von Facetten. Der Schleifer wird versuchen, die Form des Schliffes an die naturbedingte Form des Rohdiamanten anzupassen und dadurch Schleifverlust zu minimieren. Die Kontur sollte jedoch harmonisch sein, so sind etwa zu starke Wölbungen oder Ausbuchtungen an einem Tropfen- oder Ovalschliff unschön und wirken im Auge des Betrachters unharmonisch. Ein Stein, der asymmetrische Wölbungen hat, erhält bei der Schliffbeurteilung automatisch eine (subjektive) Abwertung.

Der Prinzessschliff gewinnt seit einigen Jahren besonderer Beliebtheit und ist im Handel immer häufiger anzutreffen. Es handelt sich hierbei um eine quadratische oder rechteckige Schliffart.Man könnte auch sagen, es ist eine Kombination aus Brillant- und Treppenschliff, wobei man den Stein eher als eckiges oder stumpfes Carrée schleift. Aber das hängt mehr von der Grundform des Rohdiamanten ab. Ist die Würfelform des Oktaeders gut erhalten, entsteht ein Quadratschliff mit scharfen Ecken. Falls die Ecken leicht beschädigt sind, werden diese aus gewichtsersparenden Gründen abgestumpft. Der Stein verliert dadurch aber nicht seinen Charme. Der Princess-Schliff hat im Allgemeinen ein sehr gutes Feuer und hohe Brillanz, deswegen wird dieser Schliff auf dem Diamantenmarkt recht gut gehandelt. Das wichtigste Kriterium ist die maximale Ausnutzung des natürlichen Oktaeders und der damit verbundene minimale Gewichtsverlust. Der Prinzessschliff ist im Grunde genommen die viereckige Version des Brillanten. Der Schliff beinhaltet 57 oder 76 Facetten. Man hat festgestellt, dass der Prinzessschliff der zweitbeliebteste Schliff ist. Der im Prinzessschliff geschliffene Diamant ist günstiger als ein runder Diamant, weil im Schliffverfahren weniger Rohmaterial verloren geht. Wenn man sich den Stein von der Seite anschaut, ähnelt die Form einer umgedrehten Pyramide, einzigartig, schön und zeitlos. Der Prinzessschliff wurde in der Diamantenbranche im Gegensatz zu vielen anderen Schliffarten relativ spät kreiert. Diese Schliffart wurde erst um 1981 erfunden. Er stellte quasi eine leichte Abweichung des runden Brillantschliffs dar und weist gewisse Proportionen des Diamanten auf. Der Prinzessschliff ist besonders bei Solitär oder Verlobungsringen sehr beliebt.
Durch seine schlichte viereckige Form wird der Prinzess-Schliff gerne mit anderen Diamantschliffen kombiniert.

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