Koralle war bereits im Altertum beliebter Schmuck. Der Korallenschmuck war nur für die obersten Schichten der Gesellschaft erschwinglich und strahlte deren Reichtum aus. Heute ist die Koralle ein gängiges Produkt und wird häufig bei den Juwelieren als organischer Edelstein verwendet. Haben Sie antiken Korallenschmuck geerbt und suchen einen Experten, der Ihnen den Preis dafür ermittelt? Möchten Sie das gute Stück schätzen lassen und vielleicht verkaufen?  Das Team von Bares und Wahres steht Ihnen gerne zur Seite. Sie können bei Bares und Wahres Ihren Korallenschmuck unverbindlich und kostenlos schätzen lassen und eventuell verkaufen.

Wie bereits erwähnt ist die Koralle ist ein organischer Edelstein und wird aus Korallenstöcken hergestellt. Diese Korallenstöcke sind im Grunde genommen Kalkgerüste kleiner Meerespolypen. Diese Polypen leben in einer Symbiose mit bestimmten Algen. Polypen sorgen für Mineralstoffe, im Gegenzug versorgen die Algen sie mit dem Sauerstoff. Korallen wachsen in sauberen Gewässern, man findet sie in bis zu 300 Metern Tiefe. Zahlreiche Einzeltierchen, die Polypen, scheiden eine Kalksubstanz aus und bauen nach und nach ein Gerüst auf. Es sind zirka 2500 verschiedenen Korallenarten bekannt, nur wenige davon sind für die Schmuckherstellung geeignet. Die meisten Arten sind einfach zu brüchig und porös. 

Die beliebtesten Korallenarten 

Damenporträt aus Koralle geschnitzt in Anhängerform

Sardegna und Sciacca Mittelmeerkoralle
Diese Edelkoralle ist die Wertvollste aller Arten, sie ist besonders für die Schmuckherstellung geeignet. Durch Ihre schöne satte Farbe kommt der Korallenschmuck besser zur Geltung. Die Koralle wächst im Mittelmeer, dem angrenzenden östlichen Atlantik und an den Küsten Portugals und Marokkos. Vor der Küste Japans ist sie auch zu finden. Sie wächst in einer Tiefe von zirka 250 bis 300 Metern. Der Abbau dieser Edelkoralle wird streng bewacht, damit diese Art in unseren Meeren noch erhalten bleibt. Sie wächst bzw. sie baut nur kleine Äste auf, aus denen gute Kugeln geschliffen werden können; allerdings nicht größer als 12 Millimeter Durchmesser. In der Natur kommt die Koralle matt vor, erst durch Schleifen und Polieren erhält die ihren schönen Glanz. Die Mittelmeerkoralle hat einen relativ feinen Farbton, der von mittleren bis dunklen rot reicht. Besonders die dunkelrote Koralle ist wertvoll, weil sie auch seltener vorkommt. Mittelmeerkoralle hat keine weißen Flecken und kaum Adern. Sie ist die erste nachgewiesene Korallenart die bereits in der Antike zu Schmuck verarbeitet wurde. Mittelmeerkoralle zeichnet sich durch ihre feine Struktur und unterschiedliche Farbintensität aus. Zum Beispiel Sardegna Korallen die an der Küste Sardiniens wachsen, sind besonders tiefrot. Diese Koralle kann heute noch, unter strenger Aufsicht, gefischt werden.
Die Vorkommnisse der Sciacca-Koralle, auch Lachskoralle genannt, sind heute restlos verschwunden. Diese Korallenart wurde erst in 1875 von der Küste Siziliens entdeckt. Dieser Fund löste einen Boom in der Korallenindustrie aus, demzufolge wurden ihre Bestände schon um 1915 komplett abgebaut. Die Koralle zeichnet sich durch ihre unverwechselbare, etwas helle bis ins orange tendierende, Farbe aus. Korallenschmuck des späteren 19. Jahrhunderts wurde hauptsächlich mit dieser Koralle verarbeitet. Sie haben den Begriff Engelshautkoralle sicherlich schon einmal gehört, diese zartrosa „Pelle d“angelo Koralle“ gibt es im Mittelmeerraum nicht mehr. Korallenschmuck aus Engelshautkoralle wurde hauptsächlich Ende des 19. Jahrhunderts hergestellt und ist eine echte Rarität.

Intensiv rote Korallenkugeln als Kette

Corallium Secundum-Momo Koralle
Diese Sorte zeichnet sich durch ihre Größe aus und den weißen Flecken bzw. durch ihre weiße Maserung. Die Momo-Koralle kommt im Pazifik vor. Die Koralle hat eine breite Farbpalette, die Farbe verläuft von einem mittleren roten Farbton bis ins orange bzw. bis hin zu einem hellen Rosaton. Diese Korallen Sorte kommt am häufigsten vor. Große Äste machen es möglich größere Perlen oder Schmuckstücke zu schleifen. In der Schmuckanfertigung wird die Momo-Koralle am häufigsten verwendet. 

Schaumkoralle
Die Schaumkoralle ist die preisgünstigste Schmuckkoralle. Als Schaumkoralle bezeichnet man die Wurzeln der Momo-Koralle. Die Wurzeln befinden sich im Sand oder Fels und werden unkompliziert abgebaut. Sie ist porös und wird meistens gefärbt. Die Schaumkoralle kann auch in verschiedenen Farben veredelt werden. Es ist eine preisgünstige Alternative zu einer echten Koralle und ist für jeden erschwinglich. 

Grundsätzlich werden Korallenriffe durch den Klimawandel und die Meeresverschmutzung durch Plastik ect. immer seltener. Eine Zeit lang wurden Korallen mit Hilfe von Schleppnetzen nicht artgerecht abgebaut, dadurch sind viele Korallenriffe einfach kaputt gegangen. Korallen werden unter strengen Voraussetzungen abgebaut und unterliegen einer festen Entnahmequote, damit sie nicht an den Rand des Aussterbens geraten.