Breguet Classique Complications No. 71


 
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Die Geschichte der Firma Breguet begann bereits im Jahre 1775. Abraham-Louis Breguet eröffnete in Paris seine eigene Uhrmacherwerkstatt. Breguet entwickelte seine erste Uhr mit Automatikwerk mit dem Namen „Montre perpétuelle“. Breguet verwendet für das Design seiner Zifferblätter das „Guillochieren“, eine aufwändige Gravurtechnik durch Nutzung von Spezialmaschinen, welche den Zifferblättern eine seidige Optik verlieh und zu einem Markenzeichen für Breguet wurde. Im Zuge der französischen Revolution flüchtete Breguet für kurze Zeit in die Schweiz, kehrte aber Anfang 1800 wieder zurück nach Paris und baute sich seinen Kundenstamm in Russland auf. Anno 1801 meldete Breguet seine neuartige Erfindung den „Tourbillon-Regulator“ zum Patent an. Der Regulator konnte die Wirkungen der Schwerkraft ausgleichen und garantierte damit eine außergewöhnliche Präzision. Abraham-Louis Breguet fertigte während seiner Tätigkeit als Uhrmacher insgesamt 35 Uhren mit Tourbillon
Im Jahre 1808 eröffnete Breguet ein Geschäft in St. Petersburg, was er aber kurze Zeit später wieder schließen musste, da Zar Alexander I. das Verbot aussprach, französische Produkte nach Russland einzuführen. Anno 1810 begann Breguet mit der Anfertigung seiner ersten Armbanduhr, die Fertigstellung dauerte insgesamt 2 Jahre und wurde schließlich an die Königin von Neapel, Caroline Murat, die jüngste Schwester von Napoleon, verkauft. Im Jahre 1815 wurde Abraham-Louis Breguet von König Ludwig XVIII. von Frankreich zum „Uhrmacher der königlichen Marine“ ernannt, nachdem er erfuhr welche besonderen Eigenschaften Breguets Chronometer aufwiesen. Er wurde außerdem Mitglied der Akademie der Wissenschaften und Ritter der Ehrenlegion. Sein einziger Sohn, Antoine-Louis Breguet, übernahm 1824 die Manufaktur und führte wiederum seinen Sohn Louis-Clément in die Uhrmacherei ein. Louis-Clément konzentrierte sich auf die Fertigung physikalischer Geräte. Im Jahre 1830 kam die Taschenuhr „Nr. 4952“ in den Verkauf, die erste Uhr von Breguet mit einem Aufziehrad oberhalb des Gehäuses; der Vorläufer der Aufzugskrone. Im Laufe der Jahre widmeten sich die Nachfahren des Gründers mehr und mehr den Themen wie Elektrizität oder Luftfahrt und vernachlässigten die Uhrenmanufaktur. Die politisch unruhige Lage vor dem deutsch-französischen Krieg, tat ihr Restliches zum Rückgang des Uhrenverkaufs und so kam es schließlich im Jahre 1870 zur Veräußerung des Uhrensegments an den Mitarbeiter und Werkstattleiter Edward Brown, der sich seiner Verantwortung und der Tradition des Unternehmens durchaus bewusst war. Die Familie Brown führte das Unternehmen über 100 Jahre lang weiter.
Anfang 1900 stieg die Nachfrage an hochwertigen Uhren. Zu Breguets Kunden gehörten unter anderem Sir Winston Churchill und Arthur Rubinstein.
Breguet gelang im Jahre 1939 die Erfindung des siderischen Zeitmessers, kurz genannt Siderometer. Mit dem Siderometer konnte man eine Standortbestimmung vornehmen auf Grundlage der Sternzeit und mit Hilfe der Funkzeitzeichen und Ephemeriden. Siderometer wurden im 2. Weltkrieg als Navigation der Flugzeuge eingesetzt. Breguets Siderometer wird von Auktionshäusern mit einem Preis von über 20.000 € angeboten. In den 50er Jahren gibt das französische Verteidigungsministerium eine Armbanduhr mit vorgegeben Spezifikationen in Auftrag. Die „Type 20“ wurde an die französische Luftwaffe, an das französische Flugversuchszentrum und an Marinepiloten ausgehändigt  und als Ausrüstung zur Verfügung gestellt. Die Uhren blieben jedoch Eigentum des französischen Staates. Aufgrund der Beliebtheit dieser Modelle, entwarf Breguet für die bürgerliche Bevölkerung das Modell „Type XX“.
Im Jahre 1970 wurde Breguet dann an die Chaumet-Familie weiterverkauft. Die Firma Chaumet hatte sich seit 1780 in Paris einen Namen als Luxusjuwelier und Uhrenhersteller gemacht. Unter der Leitung von Chaumet wurde die Uhrenfabrikation in die Schweiz verlegt und Kunden in Asien und der USA wurden dazu gewonnen. Anno 1972 veröffentlichte Breguet eine klassische Kollektion an Armbanduhren , die 1988 um ein Modell mit Tourbillon erweitert wird. Ab 1999 wechselte Breguet zur Swatch Group und konnte unter der Führung von Nicolas G. Hayek weiterhin erfolgreich bestehen. Im Jahre 2001 jährte sich die Erfindung des Tourbillons zum 200. Mal. Ein Jahr später erhielt Breguet das Patent für die Komplikation der Mondphase beim Modell „Reine de Naples“. Anno 2003 folgten zwei weitere Patente für die Uhr „Le Réveil du Tsar“ und zwar für die Funktionen des Säulenradmechanismus zur Verriegelung der Weckerfunktion und des Weckerindex. Weitere Patente wurden erhalten für eine Titan-Unruh, Chronometerhemmung, Schlagwerk-Regulator mit Zentrifugalkraft und Schlagwerkuhr mit Überfallisolierung. Bis zum heutigen Tage erschienen zahlreiche, hochfeine Taschenuhren und Armbanduhren der Firma Breguet mit ausgefeilten Komplikationen, verbunden mit einer Vielzahl an Patentzuweisungen.
Im Jahre 2020 wurde Breguet in der Liste der 10 teuersten Uhren der Welt von dem Herrenmagazin „GQ“ auf dem 4. Platz aufgeführt und zwar  mit dem Taschenuhrenmodell „Marie Antoinette Grande Complication“. Die Taschenuhr  wurde 1782 von einem Liebhaber von Marie Antoinette, der Königin von Frankreich in Auftrag gegeben. Die „Marie Antoinette Grande Complication“ wurde im Jahre 1987 aus einem Museum in Jerusalem gestohlen und gelangte im Jahre 2007 nach dem Tod des Diebes wieder zurück ins Museum Ihr Wert wird mit umgerechnet 26,7 Millionen Euro beziffert.
Nachfolgend habe wir für Sie einige bedeutende Modelle von Breguet aufgeführt:
Classique
Héritage
Marine
Reine de Naples
Tradition
Type XX