Ölgemälde

Wie häufig findet man bei einer Haushaltsauflösung Gemälde, die Jahrzehnte verstaubt auf dem Dachboden oder im Keller verweilten? Man ist überrascht und neugierig, was die wohl Wert sind und ob die überhaupt echt bzw. gemalt sind. Ein Laie sieht natürlich nicht den Unterschied, zwischen Ölgemälde und einem Druck bzw. Lithografie (der Dank aufwändigen Druckverfahrens dem mit Öl gemalten Bild sehr ähnelt). Unter anderen werden Gemälde natürlich nicht nur mit Öl gemalt, Aquarellfarbe, Acrylfarbe, Gouache und Buntstifte sind bei den Künstlern genauso beliebt. Nun muss der Laie einen Experten aufsuchen und sich beraten lassen. Beim Unternehmen Bares und Wahres erwartet Sie eine reale Einschätzung und faire Beratung. Wir helfen Ihnen das gute Stück zu vermarkten und erzielen Dank unseren internationalen Geschäftsbeziehungen Höchstpreise für Sie. Wir pflegen Kontakte zu vielen internationalen Auktionshäusern und sind immer auf dem aktuellsten Stand. Abgesehen von der Maltechnik des Objekts ist der Name des Künstlers von großer Bedeutung. Wir verfügen über umfassende Datenbanken und können den Künstler genau identifizieren. Bei dem Thema Ankauf und Verkauf sind Sie bei uns gut aufgehoben. Lassen Sie sich unverbindlich beraten, das Bares und Wahres Team freut sich auf Sie.

Ernst Koerner, Motiv: Konstantinopel, Öl auf Leinwand, Entstehung: Ende 19.Jh..

Die Malkunst und ihre unterschiedlichen Techniken

Die Menschen haben sich immer dazu berufen gefühlt, nach dem Tod einen Denkmal zu setzen. Die Kunst des Malens eignet sich wunderbar dafür, bestimmte Ereignisse des Lebens bildlich festzuhalten. Schon aus der Eiszeitperiode sind einige Höhlenmalereien bekannt. Jagdmotive und Tiermotive in beeindruckender Weise vermitteln uns, was die Menschen damals beschäftigt hat, die Kunst des Malens ist eine Art Brücke zwischen den Epochen.
Der wesentliche Unterschied zwischen den Techniken ist die Farbe bzw. Farbauftrag. Für welche Farbe sich der Künstler entscheidet und welches Bindemittel er dazu verwendet, ist sehr persönlich. Jedes Bild hat besonderen Charakter. Durch die Perspektive und das Farbspiel wird die menschliche Wahrnehmung stark beeinflusst.  

  • Enkaustik 

Diese Maltechnik wurde bereits im alten Ägypten und in der griechisch-römischen Epoche verwendet. Bei der Technik werden Farbpigmente mit heißem Bienenwachs verbunden. Die Benennung Enkaustik wird von dem griechischen Wort „enkauston“ abgeleitet und bedeutet so viel wie „eingebrannt“. Das Verfahren ist unkompliziert und einfach, Wachsstangen werden erhitzt und mit der Farbe vermischt, die Masse wird anschließend mittels Pinsel oder Spachtel auf die Malfläche aufgetragen. 

  • Fresko oder Frischmalerei 

Bei dieser Technik wird Wandmalerei auf noch frischen, feuchten Kalkputz durchgeführt. Farbpigmente (die bereits mit Wasser angerührt sind) werden direkt auf frischen Kalkputz aufgetragen. Der frische Kalkputz dient als Bindemittel. Wichtig bei dieser Technik ist die Schnelligkeit, es muss rasch gearbeitet werden, damit die Farbpigmente in den feuchten Putz einziehen. Das Wort „Fresco“ kommt übrigens aus dem italienischen und bedeutet „Frisch“. Es gibt noch die Variante auf trockenem Putz zu arbeiten. Man nennt das Verfahren Seccomalerei. Dabei wird die Farbe mit Kasein oder Leim gebunden. Eine weitere Technik ist das Sgraffito, die Bezeichnung stammt von dem italienischen Wort „sqraffiare“ ab und bedeutet so viel wie „Kratzen“. Das ist eine Dekorationstechnik, die zur Verarbeitung der Wandfläche dient. Es werden mehrfache farbunterschiedliche Putzschichten aufgetragen. Nach der Trocknung werden Teile der oberen Putzschicht abgetragen bzw. abgekratzt, Teile der darunter liegenden Putzschicht werden sichtbar, somit entsteht durch den Farbkontrast ein Bild. Diese Technik war im 16. Jahrhundert in Italien und Böhmen sehr beliebt.

  • Temperamalerei 

Das Wort „temperare“ kommt aus dem lateinischen und bedeutet im weiten Sinne „richtig mischen“. Die Benennung spricht für sich, man verwendet nun nicht nur den Bienenwachs zur Bindung der Farbpigmente (wie bei der enkaustischen Maltechnik) sondern eine Emulsion aus Wasser, Eigelb oder Leinöl. Bei dieser Methode kann mehrschichtig gearbeitet werden, was dem Künstler mehr Raum zur Kreativität verschafft. Zum Schluss wird das Bild mit einer Schutzschicht bearbeitet. Als Malgrund wird eine Holztafel oder Leinwand genommen. Die Temperamalerei wurde überwiegend in der Buchmalerei verwendet. 

  • Ölmalerei 

Der flämische Maler Jan van Eyck wird häufig in Verbindung mit der Erfindung der Ölmalerei gesetzt. Ölmalerei wird in dem 15. Jahrhundert immer beliebter bei den Künstlern,da man die Farben leichter vermischen und mehrschichtig arbeiten kann. Bei der Ölmalerei werden Farbpigmente mit einem Öl als Bindemittel angerieben und dann aufgetragen, Öle wie Lein-, Walnuss- oder Mohnöl sind besonders dafür geeignet. Man benutzt dazu unterschiedlichen Malmittel wie Terpentin oder Firnis, das ist zusätzlicher Verdünnungsmittel für die Farben, dies ermöglicht auch einen schnellen Trocknungsprozess bei der Arbeit. Wie bereits erwähnt eröffnet die Erfindung der Ölmalerei eine ganz neue Facette im Kunstspektrum. Ölfarben können mehrschichtig aufgetragen werden, dies ermöglicht schöne Farbübergänge auf einem Gemälde, Farben können matt aber auch glänzend ausfallen. Ölmalerei wird meistens bei Porträts, Stillleben, Landschaften angewendet. 

  • Aquarellmalerei 

Das Wort „aquarello“ kommt aus dem Italienischen und bedeutet soviel wie Wasserfarbe. Also erklärt sich die Technik fast von selber. Farbpigmente werden mit wasserlöslichen Elementen verbunden, wie z.B. Gummiarabikum, Kleister oder Stärke und dann mit Wasser verdünnt. Die Farbe wird anschließend auf Papier aufgetragen und der Maluntergrund bleibt sichtbar im Gegensatz zu anderen Maltechniken. Was diese Technik kennzeichnet, ist die Transparenz, da die Farben das Papier durchnässen. Aquarellfarben machen feine Farbübergänge. Der Farbauftrag geschieht mittels eines weichen Haarpinsels.

  • Gouachemalerei

Diese Technik ist in der heutigen Zeit weit verbreitet und findet überall Einsatz. Mit den Farbpigmenten werden zusätzlich weiße Füllstoffe verbunden, dies ermöglicht deckenden und matten Farbauftrag. Als Bindemittel wird Gummiarabikum oder Leim eingesetzt, das macht die Farbe auch wasserlöslich. Die Trocknungszeit ist wie bei der Ölmalerei recht kurz. Der Hintergrund kann vielfältig gestalten werden (zum Beispiel helle Farben können auf bereits schwarz gemalten Hintergrund aufgetragen werden). 

  • Acrylmalerei 

Acrylfarben sind sogenannte Kunstharzdispersionsfarben. Als Bindemittel wird Kunstharz verwendet, die Farbe kann beim Malen mit Wasser verdünnt werden. Diese Technik bietet viel Raum zur Gestaltung des Bildes, Farbe wird schnell trocken und kann mehrschichtig aufgetragen werden. Die Farbe ist sehr deckend und wirkt matt. Die Künstler haben die Acrylfarben erst in den 1950er Jahren entdeckt, davor wurde die Farbe vorwiegend in der Industrie verwendet.